
Skurrile und faszinierende Weihnachtsbräuche aus aller Welt
Weihnachten ist das Fest der Freude, doch nicht überall wird es so ruhig und festlich gefeiert wie in Deutschland. In vielen Ländern rund um den Globus gibt es ganz eigene, teils skurrile Traditionen, die das Fest besonders machen. Vom etwas anderen Glücksbringer in der Krippe über Essiggurken im Weihnachtsbaum bis hin zu der fliegenden Weihnachtskatze – diese Bräuche zeigen auf, wie vielfältig und kreativ die Feierlichkeiten sein können.
Katalonien: Besondere Krippenfigur wird aufgestellt
USA: Gurke am Weihnachtsbaum
In den USA ist es eine beliebte Tradition, eine Essiggurke (die sogenannte "Christmas Pickle") an den Weihnachtsbaum zu hängen. Die grüne Gurke wird zwischen den Zweigen versteckt, und wer sie als Erster findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk.
Japan: Hühnchen zu Weihnachten
In Japan wird Weihnachten mit einer ganz besonderen Tradition verbunden – dem Essen von KFC. Es ist inzwischen üblich, dass viele Japaner an Heiligabend in Scharen zu Kentucky Fried Chicken gehen, um dort gebratenes Hühnchen zu essen. Diese Tradition geht auf eine Werbekampagne aus dem Jahr 1974 zurück, die KFC zu einer der beliebtesten Weihnachtsmahlzeiten in Japan machte. An Heiligabend verzeichnet das Unternehmen seither die höchsten Umsatzzahlen des Jahres.
Spanien: Der Holzblock Tió de Nadal
Ungarn: Holzstühle bauen, um Hexen zu vertreiben
In Ungarn beginnt man bereits am 13. Dezember, dem Luca-Tag, einen Holzstuhl zu bauen, wobei täglich nur ein Holzstück hinzugefügt werden darf. Der Stuhl muss bis Weihnachten fertiggestellt sein, da er zur Weihnachtsmesse mitgenommen wird. Während des Gottesdienstes stellt man sich dann auf den Stuhl, um nach Hexen Ausschau zu halten. Wer eine erkennt (an ihren Hörnern), läuft mit dem Stuhl nach Hause und verbrennt ihn. So soll man im kommenden Jahr vor Hexen sicher sein.
Norwegen: Besen und Mopp verstecken
Ukraine: Spinnen im Weihnachtsbaum
In der Ukraine werden Weihnachtsbäume mit Dekorationen versehen, die wie Spinnweben aussehen. Diese Tradition geht auf eine arme Frau zurück, die sich keine teuren Ornamente leisten konnte, um ihren Baum zu schmücken. Am Morgen fand sie ihren Baum jedoch von natürlichen Spinnweben überzogen, die im Sonnenlicht glitzerten und wunderschön aussahen. In einigen Ländern wie Polen gilt es als Glückszeichen, ein Spinnennetz am Weihnachtsbaum zu entdecken.
Island: Das Weihnachtsmonster
In Island gibt es eine besonders ungewöhnliche Weihnachtsfigur: Jólakötturinn, die isländische Weihnachtskatze. Diese Katze ist kein niedliches Tier, sondern ein Monster, das nur darauf wartet, Kinder zu fressen – vor allem jene, die ihre Pflichten nicht erledigt haben und an Weihnachten keine neue Kleidung bekommen. Die Weihnachtskatze erinnert die Kinder daran, während des Jahres brav zu sein.
Polen: Leitsterne und Geschenke
Venezuela: Rollschuhlaufen zur Christmette
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas gibt es eine besondere Weihnachtstradition: Die Menschen gehen nicht einfach zur Christmette – sie laufen auf Rollschuhen! Teile der Stadt werden während der Weihnachtszeit für den Verkehr gesperrt, sodass jeder sicher und mit Stil zur Kirche gelangen kann.
Ob nun ein Baumstamm, der Geschenke "ausscheidet", oder Rollschuhlaufen zur Christmette – diese außergewöhnlichen Weihnachtstraditionen bringen nicht nur Spaß, sondern auch eine ganz eigene Magie in die festliche Zeit. Sie erinnern uns daran, dass es viele Wege gibt, Weihnachten zu feiern, und dass Humor und Fantasie dabei eine große Rolle spielen können.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes Fest, das genauso einzigartig und fröhlich ist wie die Traditionen, die diese Welt zu bieten hat. Möge das neue Jahr Ihnen ebenso viele überraschende und schöne Momente bescheren!
